Ab 23. Mai im Kino!

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Alex Descas (Kreole)

Nach Jim Jarmuschs COFFEE AND CIGARETTES (2003), Sergio Gobbis DER LINKSHÄNDER (1984), Alain Pages TAXI BOY (1986), Josiane Balaskos LES KEUFS (1987) und Claire Denis’ SCHEISS AUF DEN TOD (1990), für den er mit einer César-Nominierung belohnt wurde, stellt THE LIMITS OF CONTROL Alex Decas’ sechste Zusammenarbeit mit seinem Schauspielerkollegen Isaach De Bankolé dar. Das Darstellerpaar stand auch bereits gemeinsam auf der Bühne, in Inszenierungen der Stücke „Martin Luther King” und „La Force d’Aimer”.

Große Theatererfolge feierte Descas darüber hinaus mit „L’île des esclaves de Marivaux“, einer Inszenierung, die für das Fernsehen aufgezeichnet wurde, „Le traitement“, einer Produktion des Théâtre National de Chaillot, und „Passions secrétes“ am Théâtre Montparnasse.

Aus der engen Zusammenarbeit des französischen Darstellers mit der Regisseurin Claire Denis gingen bislang schon sieben gemeinsame Filme hervor, abgesehen von SCHEISS AUF DEN TOD, nämlich 35 RHUMS (2008), L’INTRUS (2004), TROUBLE EVERY DAY (2001), NÉNETTE ET BONI (1996), ICH KANN NICHT SCHLAFEN (1994) und die „Vers Nancy“-Episode in TEN MINUTES OLDER: THE CELLO (2002).

Weitere wichtige Stationen seiner Filmkarriere markieren Olivier Assayas’ BOARDING GATE (2007), IRMA VEP (1996) und ENDE AUGUST, ANFANG SEPTEMBER (1998), Patrice Chéreaus AMNESTY INTERNATIONAL – SCHREIBEN GEGEN DAS VERGESSEN (1991), Ferzan Ozpeteks NACHT IM HAREM (1999) sowie Raoul Pecks LUMUMBA (2000), in dem er als Joseph Mobutu zu sehen ist.

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Bill Murray (Amerikaner)

Unter der Regie seines Freundes Jim Jarmusch brillierte Bill Murray bereits in der „Delirium”-Episode von COFFEE AND CIGARETTES (2003) sowie unlängst als Hauptdarsteller im Road Movie BROKEN FLOWERS (2005) an der Seite von Sharon Stone, Tilda Swinton, Jessica Lange, Frances Conroy und Julie Delpy. Für seine Rolle des alternden Casanovas Don Johnston in BROKEN FLOWERS wurde er mit einer Nominierung für den Satellite Award als bester Schauspieler belohnt.

Den Golden Globe, einen BAFTA Award, den Independent Spirit Award sowie die Darstellerpreise der Filmkritiker von New York, Los Angeles und Chicago gewann Murray im Jahr 2003 für seine herausragende Leistung als Bob Harris in Sofia Coppolas Überraschungswelterfolg LOST IN TRANSLATION, der ihm überdies noch eine Oscar-Nominierung einbrachte. Ähnlich große Anerkennung erntete der bis dahin fast ausschließlich als Komödienschauspieler berühmte Hollywood-Star zuvor bereits für seine darstellerische Mitwirkung in Wes Andersons RUSHMORE (1998).

Seine Schauspielkarriere begann Murray in seiner Geburtsstadt Chicago im Zusammenhang der Improvisationsgruppe „Second City“. Anschließend wurde er ab der zweiten Staffel Mitglied des Ensembles der legendären Comedy-Show „Saturday Night Live“ und erhielt kurze Zeit später einen Emmy als einer der Autoren der Fernsehshow.

Nach seiner ersten größeren Rolle in Ivan Reitmans BABYSPECK UND FLEISCHKLÖSSCHEN (1979) stand er im Auftrag dieses Regisseurs auch für ICH GLAUB’ MICH KNUTSCHT EIN ELCH (1981) und die beiden enorm erfolgreichen GHOSTBUSTERS-Filme (1984 und 1989) vor der Kamera. Mit Harold Ramis drehte er CADDYSHACK – WAHNSINN OHNE HANDICAP (1980) sowie den Kulthit ...UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER (1993). Darüber hinaus war Murray u.a. in Art Linsons BLAST – WO DIE BÜFFEL RÖHREN (1980), in Sydney Pollacks Cross-Dressing-Komödie TOOTSIE (1982), John Byrums AUF MESSERS SCHNEIDE (1984), Richard Donners DIE GEISTER DIE ICH RIEF (1988), Frank Oz’ WAS IST MIT BOB? (1991) sowie den beiden John McNaughton-Filmen SEIN NAME IST MAD DOG (1993) und WILD THINGS (1998) zu sehen. Außerdem hatte er Rollen in Tim Burtons ED WOOD (1994), KINGPIN – ZWEI TROTTEL AUF DER BOWLINGBAHN (1996) von Peter und Bobby Farrelly, Jon Amiels AGENT NULL NULL NIX (1997), Michael Almereydas HAMLET (2000), in McGs Mega-Blockbuster 3 ENGEL FÜR CHARLIE (2000) sowie in Wes Andersons DIE ROYAL TENENBAUMS (2001), DIE TIEFSEETAUCHER (2004) und DARJEELING LIMITED (2007). Wes Andersens neuester Streifen FANTASTIC MR. FOX (2009), der wiederum Bill Murray in der Hauptrolle zeigt, kommt demnächst in die Kinos, ebenso wie Gil Kenans CITY OF EMBER (2008) und Aaron Schneiders GET LOW (2009.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler schrieb Murray das Buch „Cinderella Story: My Life in Golf“.

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Gael García Bernal (Mexikaner)

Nachdem Gael García Bernal sein Studium an der Central School of Speech and Drama in London beendet hatte, übernahm er zunächst eine Rolle in der beliebten mexikanischen TV-Serie „Teresa”, durch die er binnen kürzester Zeit zum Publikumsliebling avancierte. Seinen darstellerischen Durchbruch erlebte er im Jahr 2000 mit Alejandro González Iñárritus international gefeiertem Kinohit AMORES PERROS, auf den nicht nur eine Einladung als Präsentator bei der Oscar-Verleihung, sondern auch zahlreiche Filmangebote aus Mexiko, Spanien und Großbritannien folgten. Zu den davon realisierten Projekten zählen u.a. Agustín Díaz Yanes’ SIN NOTICIAS DE DIOS (2001), Fito Páez’ VIDAS PRIVADAS (2001), Dominic Santanas THE LAST POST (2001), Carlos Carreras EL CRIMEN DEL PADRE AMARO (2002), Jon Shermans Komödie ALLE LIEBEN LUCY (2002), Matthew Parkhills DO THE I (2003) und Juan Gerards DREAMING OF JULIA (2003). Für seine herausragende Leistung in Alfonso Cuaróns Y TU MAMÁ TAMBIÉN wurde er 2001 auf der Filmbiennale in Venedig mit dem „Marcello Mastroianni-Preis“ ausgezeichnet.

Abgesehen von Pedro Almodóvars LA MALA EDUCACIÓN – SCHLECHTE ERZIEHUNG war Gael García Bernal im Jahr 2004 außerdem noch als Revolutionsidol Che Guevara in Walter Salles’ DIE REISE DES JUNGEN CHE auf der Kinoleinwand zu sehen. Weitere wichtige Stationen seiner nunmehr schon sehr eindrucksvollen Kinokarriere bilden Michel Gondrys ANLEITUNG ZUM TRÄUMEN (2006), Fernando Meirelles’ DIE STADT DER BLINDEN (2008), Alejandro González Iñárritus Oscar-prämierter BABEL (2006), in dem er unter anderem neben Brad Pitt und Cate Blanchett zu sehen ist, sowie Lukas Moodyssons MAMMOTH (2009), der seine Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale feierte.

Gemeinsam mit seinem Freund und Schauspielerkollegen Diego Luna und dem Produzenten Pablo Cruz gründete Bernal vor einiger Zeit die Produktionsfirma „Canana“, die bereits mehrere erfolgreiche Filmprojekte auf den Weg brachte, darunter Carlos Cuaróns RUDO Y CURSI (2008), Gerardo Naranjos DRAMA/MEX (2006) und VOY A EXPLOTAR (2008), Agustín Díaz Yanes’ SÓLO QUIERO CAMINAR (2008), Jorge Hernandez Aldanas EL BUFALO DE LA NOCHE (2007), Carlos Bolados SÓLO DIOS SABE (2006), Cary Joji Fukunagas SIN NOMBRE (2009) sowie Bernals eigenes Regie-Debüt DÉFICIT (2007).

In absehbarer Zeit wird Gael García Bernal in Mateo Gils PEDRO PÁRAMO (2009) und Martin Scorseses SILENCE (2010) auf der großen Leinwand zu sehen sein.

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Hiam Abbass (Fahrerin)

An der Seite des unlängst für den Oscar nominierten Richard Jenkins sorgte Hiam Abbass im Jahr 2007 mit ihrer herausragenden Leistung in Thomas McCarthys THE VISITOR (2007) erstmals international für großes Aufsehen.

Abbass wurde in Nazareth geboren und zog später nach Paris, wo ihre Filmkarriere begann. Zu den Kinoprojekten, an denen sie bislang erfolgreich als Darstellerin mitwirkte, zählen u.a. Rashid Masharawis HAIFA (1996), Didier Bivels FAIS-MOI DES VACANCES (2002), Hany Abu-Assads Oscar-nominierter PARADISE NOW (2005), Amos Gitai’s FREE ZONE (2005) und TRENNUNG (2007), Steven Spielbergs MÜNCHEN (2005) sowie Catherine Hardwickes ES BEGAB SICH ABER ZU DER ZEIT... (2006). Im Zusammenhang der beiden letztgenannten Filme sowie bei Alejandro González Iñárritus Oscar-Hit BABEL (2006) fungierte Hiam Abbass zudem als Schauspieltrainerin für die beteiligten Kinder-Darsteller.

Im Auftrag des Regisseurs Eran Riklis stand sie zweimal vor der Kamera, zuerst für den Überraschungshit DIE SYRISCHE BRAUT (2004) und später für LEMON TREE (2008), der nicht nur auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, sondern Abbass außerdem noch mehrere Auszeichnungen einbrachte, darunter den Israeli Film Critics Award und eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin.

Abbass führte auch bereits Regie bei zwei Kurzfilmen, nämlich LE PAIN (2001), in dem sie selbst mitspielt, und LA DANSE ÉTERNELLE (2004), zu dem sie auch das Drehbuch beisteuerte. Darüber hinaus gilt die vielfach Talentierte als hervorragende Fotografin.

Cherien Dabis AMREEKA (2009), der zu ihren jüngsten Kinoarbeiten zählt, feierte kürzlich auf dem Sundance Filmfest seine vielumjubelte Weltpremiere und wurde anschließend auch innerhalb der Directors/New Films-Series im New Yorker Lincoln Center gezeigt.

Demnächst beginnen die Dreharbeiten für Julian Schnabels MIRAL (2010), in dem Abbass eine reale Heldin, nämlich die palästinensische Friedensaktivistin Hind Husseini, verkörpern wird.

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Isaach De Bankolé (Geheimnisvoller Fremder)

Nach NIGHT ON EARTH (1991), GHOST DOG: DER WEG DES SAMURAI (1999) und COFFEE AND CIGARETTES (2003) stand Isaach De Bankolé nunmehr bereits zum vierten Mal für seinen Freund Jim Jarmusch vor der Kamera.

De Bankolé wurde im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste geboren und während seiner Ausbildung zum Verkehrspiloten in Paris für den Film entdeckt. Nachdem er zuvor noch einen Masterstudiengang in Mathematik absolviert hatte, besuchte er die Schauspielschule Les Cours Simon und schloss diesen Ausbildungsgang ebenfalls mit großem Erfolg ab. Seitdem arbeitete er mit den verschiedensten Filmemachern auf der ganzen Welt zusammen. Zu den Highlights seiner bisherigen Kinokarriere zählen u.a. Gérard Ourys GEHEIMAUFTRAG ERDBEER VANILLE (1989), Pedro Costas CASA DE LAVA (1994), Joe Brewsters THE KEEPER (1995) und THE KILLING ZONE (2003), James Ivorys DIE ZEIT DER JUGEND (1998), Barry Strugatz’ FROM OTHER WORLDS (2004), Lars von Triers MANDERLAY (2005), Michael Manns MIAMI VICE (2006), Martin Campbells JAMES BOND 007 – CASINO ROYALE (2006), Steven Kesslers 5UP 2DOWN (2006), bei dem er als Co-Produzent fungierte, Amy Redfords THE GUITAR (2008), Stuart Townsends BATTLE IN SEATTLE (2007), Amir Manns THE FIFTH PATIENT (2007) sowie Julian Schnabels vielfach preisgekrönter SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE (2007).

Isaach De Bankolé, der unlängst in die französische Ehrenlegion aufgenommen wurde, wurde bereits 1986 für seine außerordentliche Leistung in Thomas Glious BLACK MIC MAC mit einem César augezeichnet.

Unlängst war er als Gaststar in der nunmehr schon siebten Staffel der ungewöhnlich erfolgreichen US-Fernsehserie „24” an der Seite von Kiefer Sutherland zu sehen.

1998 führte er Regie bei der Dokumentation TRAVELING MILES: CASSANDRA WILSON, die die damalige Tournee der Jazzsängerin Cassandra Wilson durch Australien und Neuseeland nachzeichnet und die 2000 in die Kinos gelangte. Isaach De Bankolés nächste Regiearbeit THE LAST SHOWER soll ebenfalls demnächst ins Kino kommen, sie erzählt von einem Afrikaner in New York und basiert auf autobiographischem Material basiert. Das Drehbuch ist bereits fertiggestellt.

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Jean-François Stévenin (Franzose)

Jean-François Stévenin kann bereits auf eine über 40-jährige Filmkarriere zurückblicken, die er als Assistent für solche Regiegrößen wie Alain Chevalier, François Truffaut, Jacques Rozier, Jacques Rivette und Barbet Schroeder begann.

Nachdem er den Schritt vor die Kamera gewagt hatte, agierte er sehr erfolgreich in mehr als hundert bedeutenden französischen und internationalen Kinoproduktionen, darunter François Truffauts DIE AMERIKANISCHE NACHT (1973) und TASCHENGELD (1976), Jacques Rivettes OUT 1: SPECTRE (1974) und AN DER NORDBRÜCKE (1981), André Téchinés BARAOCCO – MORD UM MACHT (1976), John Irvins DIE HUNDE DES KRIEGES (1980), John Hustons FLUCHT ODER SIEG (1981), Jean-Luc Godards PASSION (1983), Jean-Pierre Mockys Y A-T-IL UN FRANCAIS DANS LA SALLE? (1983) und NOIR COMME LE SOUVENIR (1995), Jacques Demys EIN ZIMMER IN DER STADT (1983), der ihm eine César-Nominierung einbrachte, Eric Rochants STAATSAUFTRAG MORD (1994), Agnieszka Hollands OLIVIER, OLIVIER (1992), Laetitia Massons ZU VERKAUFEN (1998) und LA REPENTIE (2002), Christophe Gans’ DER PAKT DER WÖLFE (2001) sowie Patrice Lecontes DAS ZWEITE LEBEN DES MONSIEUR MANESQUIER (2002).

Als Autor, Regisseur und Darsteller in Personalunion zeichnete Stévenin darüber hinaus für drei eigene Filmprojekte verantwortlich: DIE WALDLÄUFER (1978), für den er bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet wurde, DOUBLE MESSIEURS (1986) und MISCHKA (2002), mit dem er in Cannes den Kulturpreis des französischen Staates gewann.

Daneben wirkte er auch noch in unzähligen Kurzfilmen und TV-Produktionen mit. Auf der Theaterbühne war Jean-François Stévenin zuletzt in Harold Pinters „The Birthday Party“ zu sehen.

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John Hurt (Gitarre)

John Hurt gilt als einer der bekanntesten, gefeiertesten und wandelbarsten britischen Darsteller, der im Verlauf seiner ausgedehnten Film-, Fernseh- und Theaterkarriere viele unvergessliche Rollen gespielt hat.

Sein Theaterdebüt gab er 1962 im Londoner West End. Ein Jahr später wurde er bereits für seine großartige Leistung in Harold Pinters „The Dwarfs“ mit dem Kritikerpreis für den besten Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Im Anschluss daran wirkte er in erfolgreichen Inszenierungen mit, u.a. in Sean O’Casey’s „Shadow of a Gunman“, Ivan Turgenevs „A Month in the Country”, Brian Friel’s „Afterplay” und Samuel Becketts „Das letzte Band”.

Im britischen TV glänzte Hurt darüber hinaus als römischer Kaiser Caligula in der Miniserie „I, Claudius”, als Mörder Raskolnikov in der Dostojewski-Verfilmung „Crime and Punishment“ und als Exzentriker Quentin Crisp in „The Naked Civil Servant“. 33 Jahre später – und zwar in diesem Jahr – ist Hurt noch einmal als Quentin Crisp zu sehen, nämlich in Richard Laxtons Kinofilm AN ENGLISHMAN IN NEW YORK (2009), der auf der diesjährigen Berlinale unlängst seine Weltpremiere erlebte.

Für den Oscar war Hurt bereits zweimal nominiert, zum ersten Mal für seine Leistung in Alan Parkers 12 UHR NACHTS (Midnight Express, 1978) und danach für seine darstellerische Mitwirkung in David Lynchs DER ELEFANTENMENSCH (1980).

1984 verhalfen ihm gleich drei Filme zum Gewinn des Evening Standard Awards als bester Darsteller des Jahres: Stephen Frears’ DIE PROFI-KILLER, Michael Radfords George Orwell-Interpretation 1984 und John Irvins SEIN GRÖSSTER SIEG. Weitere Meilensteine seiner unglaublichen Kinokarriere markieren u.a. Fred Zinnemanns vielfach Oscar-gekrönter EIN MANN ZU JEDER JAHRESZEIT (1966), Richard Fleischers JOHN CHRISTIE, DER FRAUENWÜRGER VON LONDON (1971), Ridley Scotts inzwischen klassischer Science Fiction-Horror ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT (1979), John Boormans Kurzfilm TWO NUDES BATHING (1995), Michael Caton-Jones’ SCANDAL (1989), Michael Ciminos HEAVEN’S GATE – DAS TOR ZUM HIMMEL (1980), Gus Van Sants COWGIRL BLUES (1993), Richard Kwietniowskis Schwulen-Drama LIEBE UND TOD AUF LONG ISLAND (1997), Chris Columbus’ Bestellerverfilmung HARRY POTTER UND DER STEIN DER WEISEN (1991) sowie Steven Spielberg Abenteuer-Sequel INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS (2008).

Im Auftrag von Jim Jarmusch stand Hurt schon 1995 für DEAD MAN, der Johnny Depp in der Titelrolle zeigt, vor der Kamera.

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Luis Tosar (Violine)

Der spanische Schauspieler Luis Tosar wurde bereits zweimal mit dem begehrten Goya Award, dem spanischen Äquivalent des Oscars, ausgezeichnet, nämlich für seine grandiosen Leistungen in Fernando Léon de Aranoas MONTAGS IN DER SONNE (2002) und Icíar Bollaíns ÖFFNE MEINE AUGEN (2003). BLUMEN AUS EINER ANDEREN WELT (1999), bei dem ebenfalls Bollaín Regie führte, brachte ihm zuvor immerhin eine Goya-Nominierung ein.

Zu den wichtigsten Filmen seiner bisherigen Kinokarriere zählen weiterhin José Manuel Quirogas EL ÚLTIMO PEDANO (2004), Michael Manns MIAMI VICE (2006), für den er bereits gemeinsam mit Isaach De Bankolé vor der Kamera stand, Manolo Gutiérrez Aragóns VISIONARIOS (2001) und LA VIDA QUE TE ESPERA (2004), der ihm eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis einbrachte, Clive Gordons CARGO (2006), Agustín Díaz Yanes’ SIN NOTICIAS DE DIOS (2001), Álex de la Iglesias ALLEIN UNTER NACHBARN (2000), Vicente Arandas ¡HAY MOTIVO! (2004) sowie Antón Reixa’s HOTEL TÍVOLI (2007). Fernando Cortizos O APÓSTOLO wird voraussichtlich 2010 in die Kinos kommen.

Daneben schrieb Tosar das Drehbuch für den Kurzfilm AS XOIAS DA SENORA BIANCONERO (1994), den er selbst produzierte und in dem er auch noch als Darsteller mitwirkte.

Auf der Theaterbühne war er bislang unter anderem in Lino Braxes gefeierter „Hamlet“-Inszenierung, in Agustín Alezzos Inszenierung des Tenessee Williams-Klassikers „Die Glasmenagerie” sowie in Paco Mirs Interpretation des Francis Veber-Stückes „The Dinner Game” zu sehen.

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Paz De La Huerta (Nackte)

Paz De La Huerta agierte bereits gemeinsam mit ihrem THE LIMITS OF CONTROL-Kollegen Isaach De Bankolé in Kevin Asher Greens HOMEWORK, Steven Kesslers 5UP 2DOWN (2006) und in Amy Redfords THE GUITAR (2008). Die beiden Darsteller sind sich also bestens bekannt.

Die gebürtige New Yorkerin begann ihre Leinwandkarriere bereits im zarten Teenager-Alter. Nach ihrem Filmdebüt in Nicholas Hytners Komödie LIEBE IN JEDER BEZIEHUNG (1998) stand sie an der Seite von Deborah Kara Unger für Bette Gordons LUMINOUS MOTION (1998) vor der Kamera.

Im Anschluss daran verhalf ihr Star-Regisseur Lasse Hallström mit einer Rolle in seiner John Irving-Verfilmung GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG (1999), in der Tobey Maguire, Charlize Theron und Oscar-Preisträger Michael Caine die Hauptrollen spielen, zu ihrem endgültigen Kino-Durchbruch.

Nachdem Paz De La Huerta ihre Schauspielausbildung bei Marcia Haufrecht am Actors Studio in New York absolviert hatte, war sie darüber hinaus auch in Adam Shankmans NUR MIT DIR (2002), Ethan Hawkes CHELSEA WALLS (2001), Griffin Dunnes FIERCE PEOPLE (2005), Curtiss Claytons RICK (2003), Clark Greggs CHOKE (2008) sowie Jane Ainbinders NAIL POLISH (2006) zu sehen.

Demnächst kehrt sie mit Gasper Noés neuestem Werk ENTER THE VOID (2009) und Ron Fernandez’ AMSTERDAM (2009) auf die große Leinwand zurück.

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Tilda Swinton (Blondine)

Neben Bill Murray agierte Tilda Swinton bereits in Jim Jarmuschs letztem Film, dem Überraschungshit BROKEN FLOWERS, der 2005 in die Kinos kam. Danach war sie unter anderem in Joel und Ethan Coens abgedrehter Komödie BURN AFTER READING – WER VERBRENNT SICH HIER DIE FINGER? (2008) zu sehen, für die sie mit einer BAFTA-Nominierung belohnt wurde.

Den größten Triumph ihrer bisherigen Filmkarriere feierte sie mit ihrer Rolle als eiskalte Karrierefrau in Tony Gilroys Thriller MICHAEL CLAYTON (2007), der George Clooney in der Hauptrolle zeigt. Ihre exorbitante Leistung darin bescherte ihr nämlich nicht nur den Oscar als beste Nebendarstellerin, sondern auch zwei Nominierungen für den Golden Globe sowie den Screen Actors Award.

In früherer Zeit hinterließ die gebürtige Schottin besonders durch ihre denkwürdigen Performances in TRÜGERISCHE STILLE (2001) von Scott McGehee und David Siegel und in der Virginia Woolf-Verfilmung ORLANDO (1992) von Sally Potter bleibenden Eindruck beim Publikum. Bevor ihr mit letzterem der große Durchbruch im Filmgeschäft gelang, hatte Swinton bereits achtmal mit dem 1994 verstorbenen Filmemacher Derek Jarman zusammengearbeitet, unter anderem an CARAVAGGIO (1986), WAR REQUIEM (1989) und EDWARD II (1991), für den sie beim Festival in Venedig 1992 als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.

Seitdem war Swinton in einer Reihe verschiedener Filme von höchst unterschiedlichen Regisseuren zu sehen. Gleich zweimal drehte sie mit Lynn Hershman-Leeson, zunächst LEIDENSCHAFTLICHE BERECHNUNG (1997) und später TEKNOLUST (2002), in dem sie gleich vier Rollen spielte. Zu ihren weiteren Kinoarbeiten zählen Susan Streitfelds PHANTASIEN EINER FRAU (1996), Robert Lepages POSSIBLE WORLDS (2000), Danny Boyles THE BEACH (2000), VANILLA SKY (2001) von Cameron Crowe, Spike Jonzes preisgekrönter ADAPTION (2002) und YOUNG ADAM – DUNKLE LEIDENSCHAFT (2003) von David Mackenzie. Anschließend stand sie zweimal mit Keanu Reeves vor der Kamera, für Mike Mills’ Berlinale-Beitrag THUMBSUCKER – BLEIB WIE DU BIST! (2005) sowie für CONSTANTINE (2005) von Francis Lawrence.

2005 und 2007 war Tilda Swinton unter der Regie von Andrew Adamson als Hexe in den beiden Teilen der Romanverfilmung DIE CHRONIKEN VON NARNIA auf der Leinwand zu sehen. Zu ihren letzten Kinoarbeiten zählen des weiteren Erick Zoncas JULIA (2008), für den sie mit dem Evening Standard Award als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde und für einen César nominiert wurde, sowie David Finchers mehrfach Oscar-nominierter DER SELTSAME FALL DES BANJAMIN BUTTON (2008), den der London Film Critics Circle zum Anlass nahm, sie als beste Nebendarstellerin des Jahres zu benennen.

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Youki Kudoh (Molekül)

Treuen Jim Jarmusch-Fans ist Youki Kudoh natürlich durch ihre Mitwirkung in MYSTERY TRAIN (1989), die ihr damals einen Independent Spirit Award als beste Hauptdarstellerin einbrachte, in bester Erinnerung.

In ihrem Heimatland gilt die Japanerin seit geraumer Zeit nicht nur als eine der bemerkenswertesten Schauspielerinnen, sondern auch als eine hervorragende Sängerin, wovon bereits mehrere erfolgreiche Alben Zeugnis ablegen. Ihre erste große Kinorolle hatte sie 1985 in Shinji Sômais TAIFÛ KURABU. Seitdem agierte sie unter anderem neben Russel Crowe in Craig Lahiffs PARADIES IN FLAMMEN (1997), Scott Hicks SCHNEE, DER AUF ZEDERN FÄLLT (1999), in dem Ethan Hawke die männliche Hauptrolle spielt, in Ron Marshalls mit drei Oscars ausgezeichnetem Epos DIE GEISHA (2005) sowie an der Seite von Jackie Chan und Chris Tucker in Brett Ratners Komödie RUSH HOUR 3 (2007).

Für Kayo Hattas DAS GEHEIMNIS DER BRAUT (1994), in dem Cary-Hiroyuki Tagawa und Tamlyn Tomita ihre Filmpartner sind, wurde Kudoh für den Satellite Award nominiert und mit dem Japan Film Critics Award als beste internationale Darstellerin des Jahres ausgezeichnet. Und auch für ihre herausragende Leistung in Tadashi Imais SENSÔ TO SEISHUN (1991) heimste sie mehrere Preise ein: Beste Darstellerin des Hochi Film Festivals, Japan Film Critics Award, Blue Ribbon Award sowie Japan Film Academy Award als beste Schauspielerin.

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